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Ägidius:
Kurzform: Ägid, Egidius, Till, Gidi,
Herkunft: griechisch
Bedeutung: Schirmherr, Schildträger
Zur Geschichte des Ortes
Durch fränkische Bauern erfolgte 1150 die erste Besiedlung. Sie bauten eine steinerne Kirche im Niederdorf (heute "Am Berg"), die sie dem heiligen Ägidius weihten. Diese wurde nach einem 7-jährigen Streit und wegen Baufälligkeit 1811 abgerissen. Der Ort besaß außerdem noch eine Kapelle, die 1752/53 erhöht und erweitert wurde. Sie nennt sich jetzt "Unserer lieben Frauen".
Zwei größere Ansiedlungen von Bauernhöfen, genannt der obere und der niedere Tempel führten dazu, dass St. Egidien und Tillingen (oder Tilgen) lange Zeit nebeneinander bestanden, um das lang gestreckte Tal der Lungwitz besser zu bezeichnen.
Die erste urkundliche Erwähnung geht auf das Jahr 1320 zurück. Bei der Teilung der schönburgischen Feudalherrschaft kam unser Waldhufendorf im Jahre 1681 zu Forderglauchau.
Weitere Ortsbezeichnungen aus Urkunden:
1320 - Erste urkundliche Erwähnung des Dorfes mit "Eccleria Sancti Egidii in Lunwicz"
1413 - das Dorff zu sanct Gilgen
1508 - St. Ägidii zu der Lungwitz
1582 - Sanct Illgenn
1657 - St. Ägidien
1686 - Tillingen
1708 - Tilgen
Der Name Tillingen ist bis heute auch noch gebräuchlich (allerdings nur als Spitzname des Ortes)
Veränderungen im Ort St. Egidien seit 2004:
Sanierung der Mühlenbrücke an der Lungwitzer Straße
Ersatzneubau der Bäckerbrücke (genannt "Richtersteg"), da diese durch die Flut weggespült wurde
Abbruch und Neuaufbau der Brücke über die Lungwitzbach im Kreuzungsbereich
vollständiger Neuaufbau der Brücke an der Schillerstraße
Erneuerung des Durchlasses an der "Schönen Burg"
Im Zuge der Sanierung der Kirche "Unserer lieben Frauen" wurde die seit 1941 fehlende dritte Glocke neu gegossen und am 08. Februar 2006 feierlich eingeweiht.
25-jähriges Bestehen des Gerth-Turmes im Oktober 2004
125-jähriges Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr St. Egidien vom 06. bis 08. Mai 2005
neuer Rad- und Wanderweg (Witschaftsweg) entlang des Lungwitzbaches zwischen Sportplatz in St. Egidien und Forststraße in Niederlungwitz
Im Jahre 2006 wurde der Lungwitzstein gesetzt
Viele Informationen wurden aus dem
"Amtsblatt des Landkreises Chemnitzer Land" - 17.01.2000, 21.08.2006, 14.09.2006 - Ortsvorstellung St. Egidien
entnommen